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Kabellose Stromübertragung - Geht das?

Artikel des Gastautors Claus E. Dürke, 08.08.2018

Ladekabel

Kabellose Stromübertragung - Geht das?

Ja das geht  und wurde von dem Startup-Unternehmen Energous Corporation entwickelt.

Der Name für dieses Produkt lautet „Wattup“. Der Wattup-Transitter sendet die Energie in Form von Funkwellen auf der Bandbreite 5.850 und 5.875 GHz aus. Die Energie wird dann von den Empfängern in Strom umgewandelt. Mit Kabeln und Adaptern wäre dann Schluss.

Im Zimmer verstreute Geräte, z. B. Smartphones, werden somit über Nacht aufgeladen

Energiekrisen entfallen, das heißt man gerät beim Frühstück nicht unter Stress, weil man vergessen hat das Smartphone über Nacht aufzuladen. Mit Wattup können mehrere in Raum liegende Akkugeräte gleichzeitig aufgeladen werden, die Akkus werden automatisch aufgefüllt. Um diese Funkwellen zu empfangen,  müssen die Geräte entsprechend ausgerüstet sein. Damit dieser Traum vieler Nutzer in Erfüllung gehen kann, sind auch die Hersteller gefordert. ihre Geräte sollten entsprechend ausgestattet sein.

 

Genehmigung der Behörden

Ein erster Schritt ist getan, die US-Telekombehörde FCC (Federal Communications Commission) zertifizierte die  Mid Field Übertragungstechnik. Diese funktioniert über die Entfernung von 1 Meter. Geräte mit Funkkommunikationen anderer Dienste werden nicht gestört, was von der Behörde bereits geprüft wurde. Die erforderliche Energie wird nur gesandt, wenn die Geräte leer sind. Auf der Consumer Electrionic Show in Las Vegas wurde der Wattup-Transmitter vorgestellt.

 

Der Unterschied zu den aktuellen, kabellosen Ladesystemen

Die bisherigen Ladesysteme basieren auf induktiver Energieübertragung. Der Strom wird durch eine Spule erzeugt, es entsteht ein elektromagnetisches Feld das von einer anderen Spule (Empfänger) aufgenommen wird. Diese Form von Stromübertragung geschieht aber nur auf eine geringe Entfernung. Die Geräte, z.B. Smartphones, müssen direkt auf die Ladestation gelegt werden.

Die Wattups Technologie übermittelt die Energie per Radiofrequenzen. Der WLAN-Hotspot funktioniert auf einer ähnlichen Technologie. Um Wattup in der Realität einzusetzen, muss der Empfänger mit Wattups Elektronic ausgerüstet sein. Entfernungen von 1 bis 5 Metern lassen sich dann mühelos überwinden, wohlgemerkt, bisher wurde nur die Übertragung bis zu 1 Meter zertifiziert. Ob gesundheitliche Schäden auftreten können, wurde von der amerikanischen Behörde (FCC) nicht geprüft.

 

Aktienwerte gestiegen

Das kalifornische Startup-Unternehmen „Energous“, börsennotiert, konnte sich nach der Genehmigung durch die FCC über steigende Aktienkurse freuen. Die Entwicklung geht weiter, Bilder vom Kabelsalat werden hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

Und leere Akkus in Smartphones, Tastaturen, Mäusen  Headsets und Wearables wird es nicht mehr geben.