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Games als „Treiber für Innovation“: Deutschland soll wichtiger Standort werden

05.12.2021

Die deutsche Games-Branche erlebt bereits seit einiger Zeit einen Boom. Im Pressebericht aus dem September 2021 eröffnete Dorothee Bär, dass Deutschland zum Games-Standort Nummer 1 werden kann und die vorhandenen Potenziale bestmöglich ausgeschöpft werden müssen. So können nicht nur die Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben werden, sondern die Branche wächst auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt. 

Deutschland als Standort im Games-Universum

Gaming

Deutschland ist als Standort im Games-Universum sehr attraktiv, denn die deutsche Games-Branche wächst beachtlich. Die größten Gaming-Standorte sind dabei Berlin, Hamburg und München. Der Verband der Branche registrierte für das Jahr 2021 etwa 749 Unternehmen, welche im Gaming-Bereich aktiv sind, entweder in der Spieleentwicklung oder -vermarktung. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von gut 20 Prozent. Die meisten publishen ihre entwickelten Spiele selbst. Es gibt jedoch auch reine Entwickler-Studios sowie Unternehmen, die sich auf das Publishing der Spiele konzentriert haben.

 

Durch die wachsende Unternehmenszahl im Gaming-Bereich zeigt sich auch eine Erweiterung des Arbeitsmarktes. So wächst, mit acht Prozent zum Vorjahr, auch die Gesamtanzahl der Beschäftigten im Kerngeschäft der Branche: Derzeit arbeiten fast 11.000 Menschen im Gaming-Bereich. Da die Gaming-Welt immer wichtiger wird, werden hier auch künftig weitere neue Stellen hinzukommen.

 

Einen wertvollen Impuls kann der neue Glücksspielstaatsvertrag geben, der zum 01. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Die einheitliche bundesweite Regelung hat den deutschen Games-Markt auch für die boomende Glücksspielbranche geöffnet und damit zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten den Weg geebnet. Neue Online Casinos mit deutscher Lizenz könnten beispielsweise zu einem starken Katalysator für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland für die Games-Branche werden. 

Dorothee Bär setzt im Gamechanger Talk neue Prioritäten

Angesichts der Entwicklung des Gaming-Marktes setzt Dorothee Bär neue Prioritäten. Im Mittelpunkt des fünften #gamechanger-Talks mit Frau Bär stand neben dem vielfältigen Potenzial von Games für Wirtschaft und Gesellschaft vor allem die Zielsetzung, Deutschland zum Games-Standort Nummer 1 zu machen. Insgesamt verfolgten über 55.000 Zuschauer das Gespräch auf der Streaming-Plattform twitch.tv.

 

In dem einstündigen Gespräch äußerte Frau Bär ihre Absicht, Deutschland zum führenden Veranstaltungsort zu machen, wie es in dem Positionspapier der CDU heißt, in dem Games als „Treiber für Innovation“ aufgeführt werden. Eine neue gewerkschaftlich geführte Bundesregierung muss das Spiel des Kanzleramtes berücksichtigen und ein Ministerium für Innovation und digitale Transformation schaffen, in dem die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten gebündelt werden. Für die Spielebranche soll auch die Kommunikation mit anderen Wirtschaftsbereichen gefördert werden. Darüber hinaus äußerte sich Frau Bär besorgt darüber, dass wenige Frauen in der Gaming-Branche tätig sind, und möchte dies künftig ändern.

Potenziale richtig ausschöpfen

Ralf Wirsing, Managing Director von Ubisoft Deutschland und Vorstandsvorsitzender von game, nahm auch an dem rund einstündigen Gespräch auf Twitch teil. Der Managing Director äußerte sich über die staatliche Förderung und die daraus resultierende gesellschaftliche Stellung von Video-Games. Er lobte die Zusammenarbeit mit den politischen Partnern, betonte die gute Zusammenarbeit und hob die gemeinsame Zielerreichung hervor. Die Weichen wurden also bereits gestellt. Trotzdem muss noch einiges getan werden, damit das vorhandene Potenzial voll ausgeschöpft wird und Deutschland zu einem wesentlichen Standort für die Games-Branche werden kann.

 

Werden Innovationen mehr gefördert, kann sich das sehr positiv auswirken. Wenn im Bereich Förderung mehr getan wird, könnte auch das Interesse der künftigen Generationen an einer Arbeit in der Gaming-Branche steigen. Das bedeutet, dass nicht nur kleine Start-ups Förderung benötigten, sondern auch große Projekte mit internationaler Relevanz.

 

Zusammengefasst hat die deutsche Games-Branche also durchaus das Potenzial, Standort Nummer 1 zu werden. Wenn dieses Potenzial richtig ausgeschöpft wird, kann so die Wirtschaft und Gesellschaft allgemein und in der Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. Zudem kann der deutsche Arbeitsmarkt wachsen.