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Onlineshopping: Wie die Umwelt durch ständige Retouren belastet wird

Pakete Online-Shopping

Online-Shopping ist bequem und einfach. Man kann so ziemlich alles online schnell bestellen und wenn es einem dann doch nicht gefällt oder passt, einfach wieder zurückschicken. Was in der Praxis Gang und Gebe ist, soll aber Milliarden kosten, wie Forscher errechnet haben. Es ist noch dazu die Rede davon, dass der dabei entstehende CO2-Ausstoß dem von ca. 400 000 Autos entspricht.

 

Die deutschen Konsumenten bestellen für einige Milliarden Euro Waren im Internet und sollen doch jedes vierte Paket ganz oder zumindest mit einem Teil der bestellten Dinge gleich wieder zurückschicken. Man sagt, dass die Deutschen regelrechte Europameister bezüglich Retouren sind.

Was sind mögliche Gründe für diese vielen Retouren?

Es kann unterschiedliche Gründe haben, warum es zu so vielen Retouren kommt. Zum Beispiel kann es daran liegen, dass in Deutschland die Rücksendung oft kostenlos ist. Eher wenige Online-Händler verlangen Gebühren oder eine Beteiligung an den Kosten. Dagegen soll es im europäischen Ausland jeder zweite Händler sein. Noch ein Grund können die entgegenkommenden und großzügig gehaltenen Rückgabefristen sein. Die Händler sollen den Kunden in Deutschland durchschnittlich mehr Zeit für Rücksendungen gewähren, als in der übrigen EU. Außerdem sollen die Deutschen um einiges mehr auf Rechnung bestellen, als andere Europäer. Eine Rücksendung ist so einfacher, als wenn man eine Zustellung per Nachnahme erhält oder über Abbuchung oder Vorauszahlung.

Retouren verhindern - z.B. mit Hilfe eines JTL Servicepartners

Tatsächlich kann es auch schneller zu Retouren kommen, wenn Artikel in einem Onlineshop schlecht oder unzureichend beschrieben und abgebildet werden. Online-Händler können sicherlich einige Retouren u.a. dadurch vermeiden, dass Produkte und deren Eigenschaften so exakt wie möglich beschrieben werden, zum Beispiel durch ansprechende Texte, professionelle und aussagekräftige Fotos und Videos und detaillierte Angaben zu den Produkteigenschaften. Man kann damit verhindern oder zumindest die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass Kunden versehentlich etwas Falsches bestellen, nur weil die Artikelbeschreibung so schlecht war. Wenn Händler ihre Onlineshops in dieser Hinsicht optimieren möchten, kann ihnen dabei ein guter JTL Servicepartner helfen und sie unterstützen, den Onlineshop möglichst übersichtlich einzurichten und darzustellen.

 

Eine solche JTL Agentur ist z.B. die Firma eBakery aus Frankfurt. Inhaber Mohamed Ali Oukassi sagte uns zu dem Thema Folgendes:

Mohamed Ali Oukassi

Aus der Praxis-Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ein ganz erheblicher Teil an Retouren nicht notwendig wäre, wenn es beim Bestellprozess keine Missverständnisse zwischen Shopbetreiber und Endkunden gäbe. Der Kunde interessiert sich z.B. für Details, die einem Betreiber ggf. gar nicht so bewusst sind, wie etwa genaue Abmessungen, Gewicht - oder ob das Produkt einen ganz konkreten Farbton hat, den man ggf. auf unscharfen Fotos nicht richtig erkennen kann. Als Servicepartner für Shopsysteme wie z.B. JTL helfen wir täglich dabei, Artikel mit allen notwendigen Daten / Produktinformationen zu füttern.

Wie viele Retouren landen im Müll?

Bei den zurückgeschickten Artikeln handelt es sich überwiegend um Bekleidung und Schuhe. Es sollen aber immerhin nur ca. 1 Prozent der zurückgeschickten Artikel bei den Händlern im Müll landen. Ein sehr hoher Prozentsatz an Retouren kann wohl direkt wieder als neuwertig verkauft werden und der Rest wird häufig als sogenannte B-Ware angeboten oder an industrielle Verwerter verkauft und manchmal auch gespendet. Man sagt, dass die deutschen E-Commerce-Händler besonders gut darin sind, die Retouren zu verwerten und dass der Anteil an Entsorgungen in Deutschland niedriger wäre, als im restlichen Europa. Ein Trend, der hoffentlich weltweit Schule macht.

Wie wirken sich Retouren auf die Umwelt aus?

Man kann sagen, dass auf alle Fälle die ganzen Rücksendungen das Klima belasten. Gemäß Forschungen sollen zum Beispiel die Retouren im Jahr 2021 in Deutschland für schätzungsweise 795 000 Tonnen CO2 verantwortlich gewesen sein. Gemäß einer Befragung, soll der Branche ihr ökologischer Fußabdruck aber nicht so wichtig sein. Diese Einstellung muss sich sicherlich ändern.

 

Zum Verbraucherschutz gehört auch die Rücknahme von Waren. Das ist ein selbstverständlicher Teil üblicher Prozesse im Online- sowie Versandhandel. Es wird dann umso wichtiger sein zu erforschen, welche Rücksendegründe überwiegen und wie man den Umfang der Retouren vermeiden und Retouren besser verwerten kann.

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